Unser Segeltörn Ostsee vom 19.8.2007 bis 26.8.2007

Wir, Andreas und ich, reisten zusammen am 19.08.07 nach Burgtiefe auf Insel Fehmarn.
Abends dort angekommen waren wir die ersten von unserer Crew. Nach Bootsübernahme und einpacken unserer Sachen entdeckten wir als eins unserer Nachbarboote die „Bockelt“ vom Bocholter Yachtclub. Ein nettes Hallo genügte, um auf der Bockelt mit der Crew einen geselligen Abend zu verbringen. Anschließend, nach mehreren Bieren, traf der Rest unserer Crew ein (01:30Uhr).
Am nächsten Morgen legten wir unser erstes Ziel, Bagenkop in Dänemark, fest.
Weil der Wind nicht mitspielte fuhren wir unter Motor bis dort. Bagenkop hat einen sehr schönen, seglerfreundlichen, neuangelegten Hafen mit Ferienwohnungen, Leuchtturm und einen Grillplätzen mit Sitzbänken.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen legten wir die Route zum 2. Hafen fest, Erosköbing. Dorthin gibt es zwei Wege, einen kürzeren zwischen verschiedenen Inseln unter Motor oder außenherum unter Segel, wir segelten natürlich. Wir machten dort im Industriehafen fest, da dieser wenig besucht wird. Die Stadt Erosköping ist eine sehr schöne und alte Stadt, es lohnt sich, dorthin zu segeln. Unser Gigolo Schimmi hat dort seine Traumfrau gefunden, er wollte nicht mehr weg.
Unser nächstes Ziel, Aerosund weit im Norden, beginn mit dem Auslaufen aus Erosköbing. Wie tags zuvor die Einfahrt erwies sich auch die Ausfahrt als schwierig, da hier eine schmale, schlecht betonnte Fahrrinne mit einen Richtfeuer zu benutzen war. Der Segeltag war sehr schön (Bf 4), wir hatten achterlichen Wind und die segelten Schmetterling.
Bei der Ankunft mussten wir leider den vollen Hafen in Aerosund verlassen und steuerten den gegenüberliegenden Hafen von Aero an. Auch hier wieder ein schöner Hafen, ohne Hafenmeister und aktuellen Wetterbericht. Hier war es sehr ruhig, Erholung pur beim Bier.
Der nächste Segeltag, Planziel Flensburger Förde. Schon bei der Abfahrt blies ein kräftiger Wind (Bf 5), der während des Tages stärker wurde bis zu 36 m/s (Bf7). Unser Boot, eine ELAN 40, erwies sich als sehr gutmütig und schnell. Wir kamen mit viel Krängung gut vorwärts, bis zu 8,6 kn Geschwindigkeit. In der Flensburger Förde angekommen wählten wir den Hafen von Schaunsende vor Glückburg aus, dort war es sehr einsam, wieder Erholung pur. In der Ostsee bitte die Hafenbücher beachten, da die Tiefenangaben in den Seekarten Durchschnittstiefen, und nicht Mindesttiefen angeben.
Der nächste Segeltag begann mit guten Wind, Schweinswalen in der Nähe vom Boot und gutem Wetter. Unser Ziel war die Kieler Förde, wir wollten wie Regattasieger dort einsegeln. Aber das Wetter spielte nicht mit. Von anfänglichen guten Wind (Bf 4), dann schwacher Wind (Bf 3) und plötzlich, innerhalb extrem kurzer Zeit Sturm. Der Wind erreichte über 40 m/s, es donnerte und blitzte direkt über uns. Die Route nach Kiel wurde abgebrochen und es wurde ein Nothafen angefahren, Kappeln in der Schleimündung. Dort war es super, lohnt sich immer wieder hinzufahren. Dort trafen wir auch unsere Bekannten von der Bokelt, auch sie flüchteten vor dem Wetter.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Fehmarn. Am Anfang diesig, zog es sich immer mehr zu bis wir nur noch 50m Sicht hatten. Dies war sehr ungenehm, da auf der Ostsee auch große Schiffe kreuzen. Da wir kein Radar an Bord hatten, mussten alle von der Crew oben Ausguck halten, eine für die Augen anstrengende Tätigkeit für manche. Wir hatten keinen Sichtkontakt mit einen anderen Boot, dafür dauernd Warnungen über Funk, das Schießübungen stattfinden. Nachmittag klärte die Sicht auf und es wurde angenehmer auf dem Boot. Wir machten in unserem Hafen fest und beendeten den Törn mit einem gemeinsamen Fischessen in einem Restaurant in Burg auf Fehmarn.
Am nächsten Tag nach der Übergabe trennten sich mal wieder unsere Wege, ein Wiedersehen bei der JHV Anfang 2008 ist geplant, und natürlich der nächste Segeltörn.
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